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IAIDO Seitei-Iai und Muso-Shinden-Ryu |
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IAIDO
Die Kunst das Schwert zu ziehen (oder: der Weg
ständiger Aufmerksamkeit).
Einer Legende nach soll der Samurai Hayashizaki Jinsuke
Shigenobu (1559-1648) das lai als Übungsform entwickelt
haben. Es entwickelten sich im Schatten zahlreicher Kriege
hunderte von Schwertschulen mit eigenen Stielrichtungen.
Das Schwert (Katana) zu tragen, war ein gesellschaftliches
Privileg und bedeutete gleichzeitig eine soziale und ethische
Verpflichtung (Bushido = Weg des Kriegers). In der Tokugawa
Ära (1600-1868) verlor das Iai immer mehr seine offensive
Natur und etablierte sich als Technik, die von allen Samurai
benutzt wurde und auf und auf die Ruhe des Geistes, die
Kontrolle der Atmung und vor allem als Zeichen der perfekten
und eleganten Selbstkontrolle in der Kunst, das Schwert zu
ziehen, hinwirkte.
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Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts verbot Kaiser Meiji
das öffentliche Tragen von Schwertern endgültig.
Danach kam die Entwickelung und Ausübung der
Schwertpraktiken fast vollständig zum Erliegen. Es ist
Nakayama Hakudo Hanshi (1869-1958) zu verdanken, daß
es zu einem Wiederaufleben der traditionellen Schwertkunst
kam. Er führte mehrere historische Schulen unter dem
Namen Muso Shinden Ryu zusammen. |
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Das heutige Iaido ist von einer Gruppe
von Schwertmeistern unterschiedlicher Schulen entworfen worden
und ist eine nicht kämpferisch orientierte, physische und
vor allem geistige Disziplin, die auf dem durch Regeln (Katas)
vorgeschriebenen Gebrauch des traditionellen japanischen
Schwertes (Katana) beruht.
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Jeder Übende arbeitet allein an der Vervollkommnung
seiner Technik, bis der Übende und die Übung eine
harmonische Einheit bilden. Das Training ist ein
ständiges Bemühen sich ganz auf eine einzige
Sache zu Konzentrieren, nämlich das, was man im
Augenblick tut. In diesem Fall: die Kata. Iaido wird im
allgemeinen in einem geschlossenen Raum (Dojo) geübt.
Zur korrekten Kleidung gehören eine Jacke (Gi), ein
etwa vier Meter langer Gürtel (Obi) und ein
traditioneller Hosenrock (Hakama). Farbige Gürtel,
welche die Graduierung anzeigen, gibt es traditionell nicht.
Dies ist eine moderne "Erfindung".
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Interessant ist, daß, obwohl es keine historische Verbindung zwischen Aikido und Iaido gibt, es doch mehr als nur Berührungspunkte zwischen den beiden Künsten geben muß. So hatten 3 der 6 Gründungsmitglieder des Seitei-Iai hohe Dan-Grade in Aikido und viele hochrangige Aikido-Meister trainieren auch Iaido. Die beiden Kanji- Schriftzeichen "I" (von Iaido) und "Ai" (von Aikido) sind auch als "Ia" lesbar, was in etwa "ganz dasein, dabeisein" bedeutet. Auch die ersten Iaido Sommerlehrgänge 1983, 1985 und 1988 mit Meister Sagawa Hakuo (8. Dan Iaido Hanshi, 7. Dan Kendo), einer der höchsten Iaido-Authoritäten im japanischen Kendo-Verband, kamen nur durch Hilfe von Asai Katsuaki (8. Dan Aikido, Bundestrainer) zustande. |
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Da beim Iaido mit imaginären Gegner geübt wird,
kann man Fehler nur bei sich selber suchen: als
ernstgenommene Budokunst führt das Iaido daher eher
zu Selbstkritik, Disziplin und Genauigkeit in der einzelnen
Bewegung. Im Aikido kann man hingegen schon mal auf die
Idee kommen, die eigene Unzulänglichkeiten auf die
"Ungeschicklichkeit" des Partners zu schieben.
Gesamtheitliche Bewegung, Dynamik und Kreativität
treten hier stärker in den Vordergrund. Wer beides,
Iaido und Aikido, übt, wird sich dieser Unterschiede
schnell bewußt, erkennt aber auch die Parallelen und
kann damit viele neue Impulse gewinnen.
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